5 Erkenntnisse, die jeder Mensch entdecken sollte, bevor er stirbt. . . .

1. Erkenntnis: Bleibe Dir stets treu!

„Die größte Tragödie ist, am Ende des Lebens festzustellen, dass wir die ganze Zeit geangelt haben, obwohl wir gar nicht auf Fisch aus waren.“
(Henry David Thoreau, 1817 - 1862, amerikanischer Schriftsteller)


Bei seinen Interviews stellte Izzo fest, dass glückliche Menschen ihr Leben nicht danach ausrichten worauf es allgemein ankommt, sondern danach worauf es ihnen persönlich ankommt.
Um mehr Sinn im Leben zu finden, müssen wir uns von dem Lösen, was andere Menschen über uns denken könnten und das machen, was wir für richtig halten. So wissen diejenigen, die im Alter auf ein zufriedenes Leben zurückblicken, was sie glücklich macht und räumen diesen Dingen stets Priorität ein.

Auch wenn es kein Kriterium für die Studie war, so war es doch auffällig, dass viele jener weisen Menschen auch im Beruf außerordentlich erfolgreich waren. Diejenigen, die auf ein erfülltes Leben zurückblicken, hatten gemeinsam, dass sie sich regelmäßig die Zeit nahmen, um über ihr Leben nach zu denken. Und wenn ihnen etwas in ihrem Leben nicht passte, dann änderten sie es getreu dem Motto: „Du kannst Umstände oder andere Menschen bestenfalls nur schwer ändern, Deine Einstellung dazu kannst Du aber ändern“.

 

2. Erkenntnis: Lebe so, dass Du später nichts zu bereuen hast!

„Es ist besser, zu genießen und zu bereuen, als zu bereuen, dass man nicht genossen hat.“
(Giovanni Boccaccio, 1313 - 1375, italienischer Schriftsteller)


Die meiste Angst haben wir davor, irgendwann im hohen Alter feststellen zu müssen, dass wir im Leben etwas verpasst haben. Im Laufe unseres Lebens bieten sich uns so viele Gelegenheit dieses in unsere gewünschte Bahnen zu lenken, dass wir oftmals jene Chancen versäumen, da wir etwas auf später verschieben wollen.

Wir haben täglich die Chance unseren Wunschpartner kennenzulernen, täglich die Chance uns nach einer Arbeit umzusehen, die uns vielleicht mehr Spaß macht. Doch viele von uns denken, dass jetzt gerade nicht der richtige Zeitpunkt dafür ist und verschieben es auf das nächste Mal. Bedauerlich daran ist, dass wir es beim nächsten Mal wieder genauso machen und irgendwann ergraut feststellen, was wir alles verpasst haben. Schlimmer als vor dem Guten davon zu laufen ist nur noch die Konsequenzen des Scheiterns zu ertragen!

Offensichtlich war, dass wir am Ende nicht bereuen werden, welche Risiken wir eingegangen sind, sondern wir all jene Wagnisse bedauern werden, für welche wir nicht den Mut hatten, diese einzugehen. Gerade die verrücktesten Aktionen, egal wie peinlich sie gewesen sind und wieviel Geld sie uns auch gekostet haben, sind es, über die wir mit zunehmendem Alter lachen und sogar gerne erzählen. Es verbleibt dauerhaft eindeutig die Zufriedenheit darüber, es überhaupt versucht zu haben.

Viele Interview-Partner vertraten sogar die Ansicht, dass sie aus ihren größten persönlichen und finanziellen Fehlern, am meisten lernten und jene Erfahrungen Meilensteine waren, ihr Leben in Erfüllung zu verbringen.


3. Erkenntnis: Achte auf das Gute in den Menschen!

„Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es auf jeden Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.“
(Hermann Hesse, 1877 - 1962, deutscher Schriftsteller)


Viele Menschen lassen sich von den Stimmungen anderer Menschen herunter ziehen. Wenn uns jemand beleidigt oder uns schlechtes will, sind wir schnell auf Rache aus und meinen uns revanchieren zu müssen. Wir meinen dann denjenigen ebenfalls beleidigen zu müssen oder es ihm auf irgendeine Weise heim zahlen zu müssen. Blöd ist nur, dass uns vieles hinterher Leid tut.

Was wenn beispielsweise jener Mensch, mit wem wir uns eigentlich immer gut verstanden haben und zu dem wir nach einem Streit den Kontakt erst einmal abbrechen, plötzlich stirbt. Dann werden wir wohl immer bei dem Gedanken an jene Person bedauern, dass die letzten Worte im Streit gewesen sind, obwohl wir Freunde oder sogar Brüder oder Schwestern waren.  

Wir sollten uns immer ein Beispiel an Nelson Mandela nehme: Mandela verbrachte 27 Jahre wegen seiner Aktivitäten gegen die Apartheidspolitik unschuldig im Gefängnis. Während seiner Haftzeit starben seine Mutter und einer seiner Söhne, ohne dass er die Gelegenheit bekam, sich von ihnen zu verabschieden - Er hätte allen Grund zur Verbitterung gegenüber seinem Land gehabt, als er 1990 aus der Haft entlassen wurde. Er aber leitete am Tage seiner Freilassung eine Politik der Versöhnung ein.

Der einhellige Tenor der Weisen war, stets freundlich zu unseren Angehörigen zu sein und jede einzelne Begegnung Wert zu schätzen. Wir sollten uns einfach vorstellen, wie schlimm es wäre, wenn jemand stirbt und vieles, was wir dieser Person eigentlich noch sagen wollten, unausgesprochen bliebe. Daher sollten wir jede Begegnung auch so nutzen, als sei es unsere letzte mit jener Person - wir wissen nie was kommt!


4. Erkenntnis: Genieße jeden Augenblick und sorge Dich nicht um morgen!

„Sorgen berauben niemals das Morgen seiner Sorgen, sondern berauben das Heute seiner Freude.“
(Leo Buscaglia, 1924 - 1998, amerikanischer Schriftsteller)


Die weisen Alten wiesen immer wieder darauf hin, dass Dankbarkeit für jeden einzelnen Tag der Schlüssel zur Erfüllung ist. Laut deren Aussagen erfreuen wir uns mit zunehmendem Alter eher der Dinge, die wir haben statt darüber zu lamentieren, was wir nicht haben - zumindest wenn wir mit unserem Leben zufrieden sind.

Wir machen uns heute teilweise so viele Sorgen über Kleinigkeiten, dass wir das große Ganze komplett übersehen. Wir sorgen uns darüber, ob wir eine Prüfung bestehen, ob morgen schlechtes Wetter ist oder ob wir einen Rechtsstreit verlieren könnten. Wie schön könnte jeder einzelne Tag sein, wenn wir uns einfach unserer Gesundheit erfreuen würden oder, dass wir auch heute wieder die Möglichkeit haben, einen herrlichen Morgen mit strahlendem Sonnenschein oder einen wunderbaren Sonnenuntergang zu erleben.

Interessant ist beispielsweise die Tatsache, dass in vielen Selbsthilfegruppen Krebspatienten ihre Krankheit als Geschenk betrachten, da sie erst dadurch zu schätzen lernten, wie wertvoll jeder einzelne Tag ist. Wie schön könnte das Leben sein, wenn wir unsere Gesundheit zu schätzen wüssten.


5. Erkenntnis: Gebe stets mehr als Du nimmst!

„Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich.“
(André Gide, 1969 - 1951, französischer Schriftsteller)


Eine der fundamentalsten Erkenntnisse der Befragung war, dass diejenigen am glücklichsten waren, die Großzügigkeit anderen gegenüber in den Mittelpunkt stellten. „Wenn Du Dir selbst eine Freude machen willst, dann helfe einfach anderen“, so müsste die Formel zum Glücklich sein lauten.

Demgegenüber waren jene am unglücklichsten, die sich selbst in den Mittelpunkt stellten oder nach materiellen Gütern, nach Status und nach dem Geliebt werden strebten. Daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn Meldungen über Prominente Personen durch die Presse geistern, die ihr Dasein im Laufe der Zeit in Drogen- und Alkoholsucht fristen.

„Der Mensch hat drei Möglichkeiten, Weisheit zu erlangen: Erstens durch Nachdenken, dies ist die edelste. Zweitens durch Erfahrung; dies ist die bitterste. Und drittens durch Nachahmung; dies ist die einfachste.“
(Konfuzius, 551 v. Chr. - 479 v. Chr., chinesischer Philosoph)


Jetzt liegt es nur an uns, aus diesem Schatz an Erkenntnissen für unser Leben das Beste zu machen. Wir erinnern da gerne noch einmal an George Bernard Shaw und wie schön die Jugend doch sein könnte, wenn wir nur früh genug über die entsprechend Weisheit verfügen würden, denn um weise zu werden, brauchen wir nicht zu warten, bis wir alt sind.

Wir können die Erkenntnisse des Lebens in jedem Alter lüften und je eher wir es tun, desto mehr Erfüllung werden wir in unserem Dasein finden!

 

Erkentniss, Vorwort

Der Nobelpreisträger George Bernard Shaw meinte einmal „Die Jugend ist etwas wunderbares; schade nur, dass sie an die jungen Leute verschwendet wird.“ und bedauerte damit indirekt, dass er in jungen Jahren noch nicht die Weisheit besaß, die er im Laufe der Jahre erlangte.

Jeder von uns handelt im Laufe seines Lebens nicht immer richtig und erlebt früher oder später Momente, in denen er dies bedauert. Leider erkennen wir oft erst mit zunehmendem Alter, worauf es im Leben wirklich ankommt.

 

„An Gräbern werden die bittersten Tränen über ungesagte Worte und unterbliebene Taten vergossen.“
Harriet Beecher Stowe, 1811 - 1896, amerikanische Schriftstellerin


In den meisten Fällen erlangen wir leider erst durch bittere Erfahrungen unsere größten Lebenslehren. Wäre es da nicht wunderbar, wenn wir schon in möglichst jungen Jahren wissen würden, worauf es im Leben ankommt, um unser Leben danach zu leben? Damit wir nicht im Sterbebett zu sagen brauchen „Ach, hätte ich damals nur…“.

Genau dieser Frage ging John Izzo nach, der sich schon früh in seinem Leben damit beschäftigte, was das Geheimnis eines erfüllten Lebens ist. Warum sterben manchen Menschen in Zufriedenheit über ein erfülltes Leben und andere sind zutiefst verbittert und schauen resigniert zurück? Um dies zu ergründen, wandte er sich zunächst an 15.000 Personen aus den USA und Kanada und fragte diese: „Wen kennen Sie, der oder die auf ein langes Leben zurückblickt und uns etwas wichtiges über das Dasein lehren kann?“.

Izzo erhielt fast 1.000 Vorschläge, aus denen er 235 Personen herauswählte und von denen er in Interviews erfahren wollte, was für ein erfülltes Leben wichtig ist. Seine Interviewpartner waren zwischen 59 und 105 Jahren alt und wurden von anderen Menschen als außergewöhnliche Persönlichkeiten angesehen, unabhängig davon, wie erfolgreich sie im Berufsleben waren.

Das Erstaunlichste an dieser Studie war Izzo zu Folge, dass trotz aller Unterschiede der befragten Personen hinsichtlich Religionszugehörigkeit, Alter, Kultur, Ausbildung und wirtschaftlicher Situation, ihre Erkenntnisse über ein glückliches Leben stets dieselben waren. Worauf es im Leben wirklich ankommt, geht weit über alle Grenzen, wie Religion und Status hinaus und lässt sich in fünf Punkten zusammenfassen, die nahezu alle interviewten Personen gemeinsam hatten:

Auszug aus den Seiten von http://www.lernologie.de/